Solisten
zurück


Tamás Varga, Violoncello

© Olga Kretsch

Tamas Varga, geboren 1969 in Budapest,kann inzwischen auf 20 Jahre als Solocellist bei den Wiener Philharmonikern zurückblicken. Die solistischen Auftritte mit diesem Orchester gehören zweifellos zu den Sternstunden seiner Karriere. In diesem Zusammenhang sind vor allem das Schumann-Konzert unter Christoph Eschenbach in der Saison 2005/2006, Richard Strauss „Don Quixote“ unter Zubin Mehta 2009 und das Dvorak-Konzert unter Andris Nelsons im März 2017 zu nennen, die in der Presse hochgelobt wurden.

In der aktuellen Saison spielt Tamas Varga zusammen mit seiner Kollegin Albena Danailova und dem renommierten Pianisten Rudolf Buchbinder das „Tripelkonzert“ von Ludwig van Beethoven, wiederum unter Andris Nelsons Stabführung.

Als Solist bereiste er alle Kontinente und arbeitete mit vielen namenhaften Dirigenten zusammen, wie zum Beispiel mit Adam Fischer, Seiji Ozawa, Giuseppe Sinopoli, Pinchas Steinberg und Michael Tilson Thomas.

Mit dem Letztgenannten verbindet ihn auch die tiefe Überzeugung, dass die Weitergabe von Erfahrungen und Wissen an junge Musiker eine wichtige Aufgabe darstellt. Tamas Varga gibt Meisterkurse in der ganzen Welt, zuletzt in Australien, China, Vietnam, Japan und den USA (New York, Berkeley, Miami, Chicago). Dabei bedient sich Tamas Varga auch bewusst neuer Technologien und unterrichtet beispielsweise via Internet.

Das Coachen der Cellogruppe des Youtube Symphony Orchestras in Sydney hat auch für ihn neue Impulse gebracht. Projekte wie die Mitwirkung 2018 beim Gedenkkonzert des nationalen Jugendorchesters Chile und Venezuela auf Einladung von Gustavo Dudamel bestärken Tamas Varga darin, gemeinsam mit Jugendlichen zu musizieren, um mit ihnen die verbindende, stärkende und versöhnende Kraft der Musik zu entdecken.

Als begeisterter Kammermusiker tritt Tamas Varga regelmäßig bei bedeutenden Festivals in Europa in Erscheinung wie zum Beispiel bei den Wiener Festwochen, dem Budapester Frühling oder dem Rheingau Musikfestival. Im Sommer 2018 gab er im Rahmen der Salzburger Festspiele mit philharmonischen Partnern ein viel beachtetes Kammermusikkonzert im Mozarteum. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen u.a. Ferenc Bognar, Rudolf Buchbinder, Frederic Chaslin, Christopher Hinterhuber, Karl Leister, Bobby McFerrin, Daniel Ottensamer, Karl Heinz Schütz und Tamas Vasary, sowie das Bartok Quartett und das Franz Liszt Kammerorchester.

In den letzten Jahren hat Tamas Varga mehr als 25 CDs für die Plattenfirmen Camerata Tokyo, Naxos, Hungaroton, King Records und Cavalli Records aufgenommen. Im Oktober 2018 wird er sämtliche Bachsuiten für Violoncello Solo ein zweites Mal einspielen und sich auf den spannenden Vergleich zwischen der Interpretation bzw. des Klanges auf einem Barockinstrument (2018) und einem modernen Cello (2004) einlassen.

Besonders am Herzen liegt ihm derzeit ein zeitgenössisches Programm, das fünf Uraufführungen bereithält. Fünf Komponisten haben auf Wunsch von Tamas Varga Werke für Violoncello Solo geschrieben, deren verbindendes Element Zoltan Kodalys berühmte Sonate für Violoncello Solo darstellt. Es handelt sich um Kompositionen von A.J. Kernis, A. Nishimura, G. Vajda, L. Vidovszky und Z. Wysocki (der Tamas Varga bereits sein Cellokonzert gewidmet hat). Die Uraufführungen fanden im Oktober/November 2018 im Rahmen zweier Festivals für zeitgenössische Kunst in Budapest (Cafe Budapest) und Wien (Wien modern) statt.

Sommerkonzert 2019